Riffle Force

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Die Riffle Force ist eine der am häufigsten verwendeten Forciermethoden um dem Zuschauer eine Spielkarte zu forcieren. Da diese Forciermethode relativ schnell zu Erlernen ist, jedoch bei sauberer Ausführung sehr täuschend wirkt, wird sie auf vielen Zauber DVDs gelehrt und hat sich somit über die Jahre zu eine der bekanntesten und beliebtesten Techniken entwickelt.

Zweck der Riffle Force

Wie bei jeder Forciertechnik dient die Riffle Force auch dazu, dem Zuschauer eine bestimmte, festgelegte Karte zukommen zu lassen, obwohl dieser denkt er hätte eine beliebige Karte gewählt. Der Zauberer weiß somit schon vor der eigentlichen Riffle Force, welche Karte der Zuschauer erhalten wird und kann somit den entsprechenden Trick vorbereiten bzw. einleiten.

Technik & Handhabung

Die zu forcierende Karte muss bei der Riffle Force zunächst als oberste Karte auf dem Kartenspiel liegen. Beim Vorführen des ersten Kartentricks kann die Karte schon von Anfang an oben auf dem Spiel liegen, bevor man vor das Publikum tritt. Wenn der Effekt mitten in einer Close Up Show gezeigt werden soll, kann man das Spiel bildoben zwischen den Händen ausbreiten, scheinbar um dem Zuschauer zu zeigen, dass alle Karten unterschiedlich sind. In Wirklichkeit jedoch erspäht man die Karten die forciert werden soll und hebt das Spiel unter der besagten Karte ab. Somit liegt die Karte nun, wenn das Spiel wieder bildoben gedreht wird, als oberste Karte auf dem Kartenspiel.

Um die eigentliche Riffle Force nun durchzuführen, hebt man das Spiel in der Hand etwa in der Mitte ab und hält einen Kleinfingerspalt zwischen den beiden Hälften. Das Spiel liegt dazu in Austeilposition in der Hand. Die zu forcierende Karte liegt nun als oberste Karte der unteren Hälfte im Spiel, praktisch unter dem Kleinfingerspalt. Man dreht das Handgelenk nach Innen und riffelt mit dem Zeigefinger an der vorderen Ecke entlang. Der Zuschauer wird gebeten an einer beliebigen Stelle "Stopp" zu sagen, sobald dies geschieht hört man auf zu Riffeln. Nun muss man dem Zuschauer den Eindruck vermitteln, direkt an der von ihm ausgesuchten Stelle (vorne) abzuheben. Tatsächlich hebt man aber am Kleinfingerspalt (hinten) ab und hält dem Zuschauer die untere Hälfte des Kartenspiels hin, auf der die zu forcierende Karte immer noch oben aufliegt.

Um dies zu decken, dreht man das Handgelenk wieder nach außen, so dass die Zuschauer die Rückseiten der Karten sehen. Fasst mit der anderen Hand in Abhebeposition von oben auf das Spiel und hebt wie oben erwähnt am Kleinfingerspalt (hinten) ab. Mit dem richtigen Timing wird der Zuschauer schwören, dass man genau an der Stelle abgehoben hat die er vorher beim Riffeln bestimmt hat.

Diese Technik sollte man vor dem Spiegel einige Zeit üben, um das richtige Timing zu erlernen.

Vorteile der Riffle Force

Die Riffle Force wirkt sehr natürlich und mit entsprechender Übung ist sie für den Zuschauer sehr täuschend. Wenn man mehrere Karten in der korrekten Reihenfolge oben aufliegen hat, kann man theoretisch auch mehrere Karten hintereinander an mehrere Zuschauer forcieren. Hierzu sollte man darauf achten, nach der Force entweder direkt wieder einen Kleinfingerspalt zu halten, oder die Karten erneut einmal abzuheben um den Kleinfingerspalt über der entsprechenden Karte zu erlangen.

Variationen

Um die Riffle Force noch täuschender zu machen, kann man vor dem Abheben am Spalt mit dem Zeigefinger der Hand, welche die Karten oben abhebt den vorderen Spalt fassen und diesen etwas vergrößern. Wenn man nun nach vorne abhebt, tut man dies jedoch nicht am vorderen Spalt, den der Zuschauer bestimmt hat sondern am hinteren Kleinfingerspalt. Diese Technik ist für den Zuschauer noch täuschender, da der Spalt den der Zuschauer sieht, duch das Hineinfassen vergrößert wird und er automatisch davon ausgeht, dass man nur an diesem Spalt abgehoben haben kann.

Siehe auch